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Schützenverein 1968 Ober-Klingen e.V.

"Neues gestalten - Altes erhalten"




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Chronik

30 Jahre Schützenverein Ober-Klingen

05.12.1998

Stets galt die Devise: "Gemeinsam sind wir stark"

 

In diesem Jahr konnte der Schützenverein Ober-Klingen auf sein 30jähriges Bestehen zurückblicken, was Vorsitzender Karl-Heinz Hirth beim Kameradschaftsabend besonders erwähnte. Eine Handvoll junger Männer war es, die bei der Schützengesellschaft in Nieder-Klingen so viel Spaß am Schießsport fanden, daß sie beschlossen, in Ober-Klingen ebenfalls einen Schützenverein zu gründen.

 

Die erste Mitgliedermeldung

Nach längeren, aber fruchtbaren Diskussionen im Volkshaus war es dann am 1. März 1968 so weit, daß unter Leitung des damaligen Kreis- und Gauschützenmeisters Henrici der Schützenverein 1968 Ober-Klingen gegründet wurde. Die 32 anwesenden Personen wählten einen Vorstand, dem Helmut Herling (erster Vorsitzender), Konrad Patiga (zweiter Vorsitzender), Erwin Bohländer (Rechner), Helmut Schwarz (Schriftführer), Georg Walter (Schießwart), Gerhard Trinkaus (Jugendleiter) sowie Jakob Leinert und Richard Walter (Beisitzer) angehörten. Am 4. März 1968 wurde der Verein beim Landessportbund zur Aufnahme angemeldet, und am 1. April 1968 ging die erste Mitgliedermeldung von vierzig Personen an den Hessischen Schützenverband.

 

An sechs Schießständen, die alle durch Spenden angeschafft worden waren, begann man im Volkshaus mit dem Schießbetrieb. Nach einigen Freundschaftskämpfen meldete man im Juli 1968 beim Kreisschießwart für die nächsten Rundenkämpfe eine erste und zweite Mannschaft an.

 

Der Schützenverein fand in Ober-Klingen guten Zuspruch und wurde immer größer. So konnte man in Eigenhilfe die Hälfte des Volkshauses renovieren und die Schießstände auf zehn Stück erweitern. Auch die sportlichen Erfolge stellten sich ein. Die erste Mannschaft erreichte auf Anhieb den Meistertitel in der Grundklasse VI, und auch finanziell ging es bergauf.

 

Der Kreiskameradschaftsabend, verschiedene Spießbraten und ein Waldfest brachten Geld in die Kasse. Zum ersten Kameradschaftsabend im November 1969 waren fast alle Schützen gekommen, und Schießwart Georg Walter konnte Wilma Schwarz als erste Schützenkönigin des Vereins proklamieren. Der erste Pokalgewinner war Hans Lutz mit 542 Ringen.

 

Verschiedene Ereignisse

In den darauf folgenden Jahren gab es im Verein verschiedene Ereignisse. Den ersten Wechsel im Vorstand gab es bei der Generalversammlung im Februar 1969, als Karl-Heinz Hirth an Stelle von Erwin Bohländer zum Rechner gewählt wurde. Dieses Amt hatte er bis 1980 inne. 1970 übernahm Helmut Schwarz für den zurückgetretenen ersten Vorsitzenden Helmut Herling dessen Amt. Alois Hunder wurde zweiter Vorsitzender, Philipp Daniel Jugendleiter und Josef Lewold Schriftführer.

 

Durch die Beziehungen von Helmut Herling kam es im Jahr 1971 zum ersten freundschaftlichen Treffen mit dem Schützenverein Creidlitz (bei Coburg). Durch gegenseitige Einladungen und Besuche erhielt man diese Freundschaft bis zum heutigen Tag und vertiefte diese durch persönliche Beziehungen.

 

Am 22. April 1972 beschloss die Generalversammlung, den Verein in das Vereinsregister eintragen zu lassen. Helmut Herling fungierte wieder als erster Vorsitzender, Rainer Bohländer wurde zweiter Vorsitzender und Horst Rauch Schriftführer. Erneut stellte man einen Antrag auf Zuteilung eines Grundstücks zwecks Errichtung eines Schützenhauses. Bei der Jahreshauptversammlung am 10. März 1973 beschloss die Versammlung den Bau eines Schützenhauses. Am 9. Januar 1975 erfolgte die Eintragung des Schützenvereins 1968 Ober-Klingen unter der Nummer 315 in das Vereinsregister. Damit war der erste Schritt zum Bau eines Schützenhauses, vollzogen, der zweite Schritt, nämlich ein geeignetes Grundstück hierfür, sollte noch lange auf sich warten lassen.

 

Weitere Erfolge und Anstieg der Mitgliederzahl

Als es im Volkshaus immer enger wurde und das Training sowie die Rundenkämpfe immer mehr Einschränkungen erfuhren, nutzte der Verein eine günstige Gelegenheit und pachtete von der Familie Ott eine leerstehende Fabrikhalle. Mit vereinten Kräften baute man in kürzester Zeit eine ehemalige Lederfabrik in ein schmuckes und gemütliches Schützenhaus um. Dadurch stand dem Verein erstmals ein eigenes Heim mit zehn Schießständen, einer Gaststätte sowie Küche und Toiletten zur Verfügung. 1975 konnte man den ersten Kameradschaftsabend im neuen Schützenhaus feiern. Damit waren die Schützenfreunde das erste Mal alleiniger Herr im Haus, und dies hatte sogleich auch positive Auswirkungen zur Folge. Die Mitgliederzahl stieg sprunghaft an, und auch sportlich ging es weiter bergauf. Man konnte eine dritte Mannschaft melden, und Ruth Lichtner holte den Titel einer Hessenmeisterin bei den Junioren. Doris Keil belegte bei der Landesmeisterschaft einen beachtlichen fünften Platz in der Jugendklasse. Eine Gymnastikgruppe der Frauen traf sich im Schützenhaus zu ihren Übungsabenden.

 

Im März 1976 führte man das erste Ortsvereinsschießen durch, an dem 15 Vereine teilnahmen. Am 22. Mai 1976 fand die offizielle Einweihung des Schützenhauses statt und die Gaststätte wurde von über zehn Ehepaaren unentgeltlich sowie mit viel Idealismus betrieben. Die Ausflüge im Sommer 1976 und 1977 nach Übersee sowie Prien am Chiemsee waren wohl die kameradschaftlichen Höhepunkte in der Vereinsgeschichte.

 

In der folgenden Zeit ging es mit dem Verein weiter bergauf, die Mitgliederzahl stieg, und auch immer mehr Schützen beteiligten sich am aktiven Schießsport. Der Wunsch, auch KK oder Freie Pistole zu schießen, wurde immer stärker, so daß der Bau eines neuen Schützenhauses wieder aktuell geworden war. Im Juli 1978 stellte man erneut einen Antrag auf Zuteilung eines Bauplatzes bei der Gemeinde Otzberg. Bei einer außerordentlichen Generalversammlung am 22. Februar 1980 wählte man Karl-Heinz Hirth zum ersten Vorsitzenden, und außerdem änderte man die Vereinssatzung in drei Punkten. Am 16. Dezember 1982 meldete man den Bau einer Schießsportanlage beim Sportamt. Wegen Eigenbedarfs wurde dem Schützenverein die Nutzung der ehemaligen Werkshalle gekündigt, und man wechselte deshalb zur benachbarten Schützengesellschaft nach Nieder-Klingen. Hier fand das Training wie auch die Ausrichtung der Wettkämpfe statt. Kurzfristig richtete man dann noch provisorisch vier Schießstände für Luftdruckwaffen im Volkshaus in Ober-Klingen her.

Vom 16. bis zum 20. Juni 1983 war der Schützenverein 1968 Ober-Klingen Ausrichter des 25. Kreisschützenfestes und konnte gleichzeitig sein 15jähriges Bestehen feiern.

 

Das neue Schützenhaus

Am 24. Februar 1984 ging die Baugenehmigung für den Neubau eines Schützenhauses vom Bauamt ein. Man konnte schließlich nach Überwindung einiger Schwierigkeiten am 27. Juli 1985 das Richtfest feiern. Viele Mitglieder hatten einen großen Teil ihrer Freizeit auf der Baustelle verbracht, und innerhalb relativ kurzer Zeit war der Rohbau erstellt worden. Der erste Schuß überhaupt im neuen Schützenhaus wurde am 30. Mai 1985 im jetzigen Pistolenstand abgegeben. Die Generalversammlung am 14. Februar 1986 konnte schon im neuen Schützenhaus über die Bühne gehen. Die offizielle Einweihung erfolgte am 31. Oktober 1986. Der Kleinkaliberstand wurde am 19. Mai 1990 seiner Bestimmung übergeben. In den letzten Jahren führte man noch weitere Arbeiten im Schützenhaus aus, wo sich die Schützenfreunde wohl fühlen. Alljährlich findet hier das Ortsvereinsschießen statt das nach wie vor bei allen Ortsvereinen beliebt ist. Die Gymnastikdamen treffen sich regelmäßig zu ihren Übungsstunden, und auch der Gesangverein 1852 Ober-Klingen, gemischter Chor,  hat im Schützenhaus für seine Übungsstunden eine Bleibe gefunden.

Verfasser: Horst Rauch (Pressewart)



Wer rastet der rostet!

Unter diesen Motto wurden unsere 10m, 25m und 50m Schiessstände durch Eigenhilfe von 2000 – 2003 nach und nach auf Vordermann gebracht.

Die Stände für Luftdruckwaffen wurden durch eine bessere Beleuchtung und einen hellen Wandanstrich an die neuen Normen des „Hessischen Schützenverbandes“ angepasst. Es werden gleichmässige Lichtverhältnisse im ganzen Schiessstand erreicht. Er zählt zu den am besten ausgeleuchteten Schiessständen im Kreis.

In die 25m und 50m Klein-/Groß-Kaliberstände wurde eine neue Belüftungs- und Absauganlage eingebaut. Das war auf Grund der neuen Richtlinien für Immissionen unumgänglich. Ebenfalls wurde die Ausleuchtung der geschlossenen Schiessstände verbessert sowie die Anpassung der Auffangwannen für die Geschosse durchgeführt.

Der Vorstand dank allen Helfern!


Verfasser: Thomas Hölschke